Malwine Rafalskis Serie Holon – Teil ihrer Diplomarbeit an der FH Bielefeld – begeistert mit poetischen, märchenhaften und zugleich verstörenden Bildern. Portraitiert werden Menschen, die mit der Natur leben, die auf die modernen Annehmlichkeiten, vermeintliche oder tatsächliche Alltagshilfen verzichten. Malwine Rafalski stellt dabei nicht so sehr die Frage nach dem warum als vielmehr nach dem wie. Ob die Lebensweise der Portraitierten durch eigene Entscheidung bzw. dem Ruf einer Gemeinschaft folgend gewählt wurde, ohne eigenes Zutun gegeben ist oder sich aus der Not heraus ergeben hat spielt erst eimal keine Rolle.
Was erstaunlich ist an dieser Serie, ist der tiefe Einblick, den diese Fotografien vermitteln. Zu sehen sind Menchen, die ganz anders leben, einen ganz anderen Horizont haben. In der Art, wie diese Menschen sich Positionieren ist zu erkennen, dass sie in sich ruhen und sich auf ganz andere Art mit sich selbst und ihrer unmittelbaren Umwelt auseinandersetzen. Dass sie Zeit haben.
Die Fotografien erinnern mich an einen Bauernhof und ein abgeschiedenes Tal aus meiner Kindheit, einen Ort, an dem nicht eindeutig war, ob der Mensch die Natur oder die Natur den Menschen bestimmt. Ein romantischer Ort, ein nachdenklicher Ort, ein Ort der Freiheit.
Dennoch bin ich froh, dort nur ein Gast gewesen zu sein.
mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin / courtesy of the artist



















