Alexander Labrentz / Arbeit und Leben

Alexander Labrentz / Arbeit und Leben

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Alexander Labrentz / Arbeit und Leben

Alexander Labrentz / Arbeit und Leben

Alexander Labrentz wagt mit seiner Serie Arbeit und Leben den Blick hinter die Kulissen eines verschlossenen Systems. Verschlossen, weil die meisten Kosumenten lieber nicht so genau wissen möchten, wie ihre Nahrungsmittel hergestellt werden und Produzenten keinerlei Interesse daran haben, Transparenz zu schaffen. Was Alexander Labrentz bei der Arbeit an seiner Serie deutlich zu spüren bekam.

In vieler Hinsicht erscheint das System Massentierhaltung, wie Alexander Labrentz es in seiner Serie dokumentiert, eine Parabel für den Zustand der Gesellschaft zu sein. Das Schwein, das gelangweilt an seiner rostigen Kette nagt, das Schaf, das teilnahmslos in seinem kantigen Trog liegt, Kühe, die wie im Moabiter Gefängnis in einem grell ausgeleuchteten, sterilen Raum rings um einen Überwachungsposten angeordnet wurden, eine tote Ente, deren Hals achtlos aus einem schmutzigen Eimer baumelt.

Die Menschen, die in diesen Betrieben arbeiten scheinen es gleichmütig hinzunehmen, das Lebewesen zu Produkten gemacht werden, die nur noch sehr abstrakt etwas mit einem Tier zu tun haben.

Und dennoch, man weiß es nicht, fragen sich die Mitarbeiter der Betriebe ein ums andere Mal, ob sie es eigentlich vor sich selbst rechtfertigen können, wie versachlicht, lieblos und brutal mit Lebewesen umgegangen wird, wie sie selbst mit Lebwesen umgehen. Der ein oder andere wird vielleicht schon einmal Verbesserungen angeregt und vermutlich zur Antwort bekommen haben, dass man es sich im umkäpften Markt nicht leisten könne, aus Sentimentalität die Produktivität zu gefährden. Viele würden wohl gern anders arbeiten oder noch besser woanders. Doch die Zeiten sind hart und da muss man nehmen, was da ist.

Konsumenten, Mitarbeiter, Produzenten, alle sind Teil des Systems. Es ist schwer, eine Person zu finden, die von sich behauptet, gern Fleisch aus Massentierhaltung zu essen, zumal wenn die Bedingungen bekannt sind. Fast absurd erscheint es daher, dass dieses System dennoch Bestand hat.

Alexander Labrentz durchbricht mit seinen bedrückenden und unwirklichen Bildern die Verschwiegenheit und die stille Komplizenschaft des nichts-wissen-wollens. Er macht sichtbar, was in den Augen vieler wohl leiber unsichtbar bleiben sollte.

Arbeit und Leben ist als Abschlussarbeit an der Ostkreuzschule entstanden, war auf der Ausstellung 24 Fotografen zu sehen und ist als Fotobuch erschienen, hier kann schon einmal virtuell durchgeblättert werden.

mit freundlicher Genehmigung des Künstlers / courtesy of the artist

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